Haben Sie schon einmal eine Landingpage besucht und diese nach wenigen Sekunden wieder verlassen?
Wahrscheinlich sogar öfter als Ihnen bewusst ist. Genau das passiert täglich auf unzähligen Webseiten. Unternehmen investieren viel Geld in Werbung, Google-Anzeigen oder Social-Media-Kampagnen. Die Besucher kommen auf die Landingpage – und verschwinden wieder.
Die Frage lautet: – Warum?
Oft liegt es nicht
am Produkt,
am Preis,
nicht einmal am Angebot.
Das Problem ist häufig die Kommunikation.
Viele Landingpages sprechen aus Sicht des Unternehmens. Die Besucher denken jedoch ganz anders.
Eine Landingpage ist kein digitales Prospekt.
Viele Webseiten werden wie eine Unternehmensbroschüre aufgebaut. Ganz oben stehen Aussagen wie:
– Wir sind Marktführer.
– Wir haben 30 Jahre Erfahrung.
– Wir bieten höchste Qualität.
– Wir sind Ihr kompetenter Partner.
Das mag alles richtig sein.
Doch die meisten Besucher stellen sich zunächst ganz andere Fragen:
– Bin ich hier richtig?
– Kann dieses Angebot mein Problem lösen?
– Was habe ich davon?
– Warum sollte ich diesem Anbieter vertrauen?
– Was muss ich als Nächstes tun?
Wenn diese Fragen nicht schnell beantwortet werden, verlässt der Besucher die Seite.
Besucher lesen keine Webseiten
Zumindest nicht so, wie viele Unternehmen glauben. Die meisten Menschen lesen Landingpages nicht von oben nach unten wie ein Buch. Sie scannen. Sie überfliegen. Sie springen zwischen Überschriften, Bildern und hervorgehobenen Aussagen. Innerhalb weniger Sekunden entscheiden sie: „Lohnt es sich weiterzulesen?“ Genau deshalb spielt die Leserpsychologie eine entscheidende Rolle.
Die Dialogmethode denkt wie der Besucher
Die Dialogmethode geht von einer einfachen Erkenntnis aus:
Jeder Besucher führt während des Lesens einen inneren Dialog. Nehmen wir an, eine Landingpage beginnt mit der Aussage:
„Steigern Sie Ihren Umsatz um bis zu 30 Prozent.“
Der Besucher denkt sofort:
– Wie soll das funktionieren?
– Gilt das auch für mein Unternehmen?
– Woher stammen diese Zahlen?
– Was kostet mich das?
– Gibt es Referenzen?
Genau an diesem Punkt entscheidet sich, ob der Besucher bleibt oder abspringt. Eine gute Landingpage beantwortet diese Fragen bereits, bevor der Besucher sie aktiv stellen muss.
Die häufigsten Fehler auf Landingpages
Viele Landingpages machen dieselben Fehler:
Zu viele Informationen
– Unternehmen möchten möglichst alles erklären.
– Der Besucher wird jedoch überfordert.
– Zu viele Informationen erzeugen Unsicherheit.
Zu wenig Orientierung
– Oft ist nicht klar, was eigentlich angeboten wird.
– Der Besucher muss selbst herausfinden, worum es geht.
– Viele brechen an dieser Stelle ab.
Zu wenig Vertrauen
– Menschen kaufen nicht nur Produkte.
– Sie kaufen Sicherheit.
– Es fehlen Referenzen, Bewertungen oder nachvollziehbare Argumente, entsteht schnell Skepsis.
Zu viele Handlungsaufforderungen
– „Jetzt kaufen.“
– „Angebot anfordern.“
– „Termin buchen.“
– „Newsletter abonnieren.“
Je mehr Möglichkeiten angeboten werden, desto schwieriger wird die Entscheidung.
Was erfolgreiche Landingpages anders machen
Landingpages nach der SV-Dialogmethode führen den Besucher Schritt für Schritt. Sie beantworten (positiv) die wichtigsten Fragen in einer logischen (vom Leser gedachten) Reihenfolge.
Typischerweise lautet diese:
1. Bin ich hier richtig?
Die Überschrift muss sofort zeigen, worum es geht.
2. Welchen Nutzen habe ich?
Der Besucher möchte wissen, welchen konkreten Vorteil er erhält.
3. Warum sollte ich Ihnen glauben?
Hier helfen:
– Kundenstimmen
– Fallbeispiele
– Zahlen
– Erfahrungen
4. Wie funktioniert das?
Komplexe Angebote müssen einfach erklärt werden.
5. Was soll ich jetzt tun?
Erst am Ende wird die gewünschte Handlung klar und eindeutig angeboten.
Diese „Leserfragen“ sind unterschiedlich je nach Produkt / Dienstleistung
Jedoch gilt für alle: Sie müssen beantwortet werden, sonst bricht der Dialog mit dem Lese ab. Mehr zu den Leserfragen HIER
Warum Vertrauen wichtiger ist als Design
Natürlich sollte eine Landingpage professionell aussehen. Doch gutes Design allein verkauft nicht. Viele Unternehmen investieren viel Geld in moderne Webseiten und wundern sich anschließend über geringe Anfragen. Der eigentliche Erfolgsfaktor liegt oft woanders: Im Vertrauen.
Menschen treffen Entscheidungen selten rein rational. Sie möchten Sicherheit. Sie möchten verstehen. Sie möchten das Gefühl haben, die richtige Entscheidung zu treffen. Genau dabei unterstützt die Dialogmethode.
Die Dialogmethode passt perfekt ins digitale Zeitalter
Manche glauben, die Dialogmethode sei ausschließlich für klassische Werbebriefe entwickelt worden. Tatsächlich lassen sich ihre Grundprinzipien hervorragend auf digitale Medien übertragen.
Denn egal ob Brief, E-Mail oder Landingpage:
Der Mensch denkt heute genauso wie zu Zeiten von Prof. Vögle also vor zwanzig oder dreißig Jahren. Er stellt Fragen. Er sucht Orientierung. Er möchte Risiken vermeiden. Und genau deshalb funktioniert die Dialogmethode auch auf modernen Webseiten.
Kurz gesagt:
Viele Landingpages verlieren Besucher nicht wegen eines schlechten Angebots. Sie verlieren Besucher, weil sie die falschen Fragen beantworten.
Die SV-Dialogmethode hilft dabei, Webseiten konsequent aus Sicht des Besuchers aufzubauen. Statt eines Unternehmens-Monologs entsteht ein echter Dialog. Der Besucher fühlt sich verstanden. Vertrauen wächst. Die Wahrscheinlichkeit einer Anfrage oder Bestellung steigt.
Wer seine Landingpage optimieren möchte, sollte deshalb nicht zuerst über Farben, Schriften oder Buttons nachdenken. Die wichtigste Frage lautet: Welche Gedanken hat mein Besucher gerade? Wer darauf die richtigen Antworten liefert, hat bereits den wichtigsten Schritt zu einer erfolgreichen Landingpage gemacht.
Ihr Klaus Guckler
Möchten Sie erfahren, wie Landingpages nach der Dialogmethode aufgebaut werden?
In den Seminaren der SV-Dialogmethode lernen Sie, wie Besucher Informationen wahrnehmen, welche psychologischen Mechanismen Entscheidungen beeinflussen und wie Webseiten gestaltet werden, die Vertrauen schaffen und zu mehr Reaktionen führen.
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