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Gilt die früher gelehrte Methode zur Hochrechnung der nach einer Mailing-Aktion zu erwartenden Reaktionen auch noch heute?

Meine Antwort: Ja – mit einer Ergänzung. Die Methode zur Berechnung der Halbwertszeit (HWZ) hat Prof. Vögele 1976 zum ersten Mal vorgestellt. Damals gab es keine elektronischen Response-Medien.  Die Reaktionen kamen per Post. Einmal pro Werktag. Nicht am Sonntag und Feiertagen. Die damalige Regel hieß: 1-2 Tage nach dem höchsten Tages-Eingang ist etwa die Häfte der insgesamt zu erwartenden Reaktionen bei Ihnen angekommen.  Diese Regel gilt auch noch heute, aber nur für die postalischen Reaktionen.

Durch mehr und mehr Antworten und Reaktionen per eMail / Web-Bestellungen erwiesen sich die „1-2 Tage nach Maximum“ häufig als zu lang. Elektronische Medien bringen die Reaktionen täglich und um die Uhr. Nicht nur einmal pro Werktag. Deshalb haben wir nach und nach die Formulierung „1-2 Tage nach dem höchsten Tages-Eingang“ aufgegeben zu Gunsten der neuen Regel „10-20% unterhalb Maximum“.

Das bedeutet für Ihre Praxis: Erfassen Sie nach einer Mailing-Aktion alle eintreffenden Reaktionen jeweils innerhalb bestimmter Zeit-Einheiten. Ganz gleich ob pro Tag oder pro Stunde. Das ergibt eine ansteigende Kurve bis zu einem Maximum. Danach sinkt die Eingangs-Kurve wieder. Wenn sie beim Wert „10-20% unterhalb des Maximalwertes“ angekommen ist, haben Sie etwa die Hälfte der zu erwartenden Reaktionen erreicht (=HWZ). Diese Praxis-Methode zur Hochrechnung gilt nach wie vor nur für Kampagnen mit mehr als 50 Reaktionen insgesamt.

Ihr Klaus Guckler

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